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Nature First – Die Allianz für verantwortungsvolle Naturfotografie

Hallo und herzlich willkommen zu meinen allerersten Blogbeitrag. Es ist echt witzig, wie sich ein Hobby zu einer Passion entwickelt und aus der Passion ein immenser Antrieb wird, eben diese Passion, in eine berufliche Richtung auszubauen.

Du fragst dich jetzt wohl, was dies mit “witzig sein” zu tun haben soll?

Nun, lass es mich so erklären: Ich hätte nie gedacht, dass es mich packen würde einen Blog zu schreiben! Und siehe da… nun sitze ich um Mitternacht bei knapp 30 Grad am Laptop und haue mit einer Mischung aus 10-Finger-Profi- und 2-Finger-Adler-Tippsystem (es ist eher das letztere) in die Tasten. So, nun aber zum heutigen Thema!

Eigentlich wollte ich als meinen ersten Blogbeitrag über ein komplett anderes Thema schreiben. Aber als ich diese Woche über ein YouTube Video über diese Allianz gestolpert bin wusste ich, dass dieses Thema genau das Richtige ist, um meinen Blog über die Fotografie zu starten. Denn es betrifft Jeden von uns der sich ernsthaft mit Landschaftsfotografie befassen möchte und es hat rein gar nichts mit Kameras, Gadgets und sonstiger Technik zu tun. Das alles werde ich in nachfolgenden Blogbeiträgen aufgreifen und auch ausführlich darüber schreiben.

Landscape Photographer Manuel Mohorovic at the Seealpsee in Switzerland watching the Sunrise

Seit ich mich mit der Landschaftsfotografie beschäftige und dadurch vermehrt mit unserer schönen Natur in Berührung komme, mich öfters auch für kleinere und längere Trips draussen aufhalte, ist mir bewusster geworden wie sehr unsere Hobbys und Tätigkeiten wie das Wandern, das “Geniessen” der Natur sowie auch das fotografieren der Landschaften, unsere Umgebung beinflussen. Im Positiven, wie auch im Negativen. Und um genau den negativen Aspekt und wie wir diesen reduzieren können geht es in diesem Beitrag.

Im zuvor genanntem YouTube Video wurde die Allianz “Nature First” vorgestellt. Weiter werde ich Dir im heutigen Beitrag eine Übersetzung des Inhaltes von Ihrer Webseite bieten, um Dir auch in deutscher Sprache die Philosophie dieser Allianz näher zu bringen. Falls Du dir das ganze auch in Englischer Sprache reinziehen möchtest, dann kannst Du dies auch unter folgendem Link machen.

Homepage von naturefirstphotography.org

Hier gehts zur Webseite von Nature First Photography.

Kommen wir also zum wichtigsten Teil des heutigen Beitrags.

Ein Überblick über die Grundsätze von “NATURE FIRST”

“Nature First” basiert auf sieben Grundprinzipien, die helfen zu kommunizieren, wie jeder von uns die Naturfotografie verantwortungsvoll genießen kann. Die sieben Prinzipien der “Nature First Photography” wurden entwickelt, um sowohl professionelle Fotografen als auch Freizeitfotografen in nachhaltigen Methoden mit minimaler Auswirkung zu unterweisen und anzuleiten, die dazu beitragen, die schönen Orte der Natur zu bewahren. #naturefirst

DIE “NATURE FIRST” GRUNDSÄTZE

  • Ziehe das Wohlbefinden der Natur der Fotografie vor.
  • Informiere Dich über die Orte, an denen Du fotografierst.
  • Überlege Dir die möglichen Auswirkungen Deiner Handlungen.
  • Sei diskret, wenn Du Standorte teilst.
  • Kenne und befolge Regeln und Vorschriften.
  • Folge immer dem Hinterlasse-Keine-Spuren-Grundsatz und bemühe Dich, Orte besser zu verlassen, als Du sie gefunden hast.
  • Informiere andere aktiv über diese Grundsätze.

DIE 7 GRUNDSÄTZE GENAUER ERKLÄRT

Grundsatz #1: Ziehe das Wohlbefinden der Natur der Fotografie vor.

Wir sind Gäste an wilden Orten, an denen einzigartige Naturmerkmale sowie vielfältige und empfindliche Ökosysteme beheimatet sind. Wir sollten vorsichtig vorgehen und der natürlichen Welt bei unserem Streben nach der Fotografie niemals Schaden zufügen. Stattdessen sollten wir unsere Auswirkungen so gering wie möglich halten, um diese Orte, die wir lieben, zu bewahren und zu schützen.

Grundsatz #2: Informiere Dich über die Orte, an denen Du fotografierst.

Unterschiedliche Landschaften erfordern unterschiedliche Praktiken bezüglich der Verantwortung. Um diese Orte bestmöglich pflegen zu können, müssen wir mit ihnen vertraut sein. Wenn Du zum Beispiel an einigen Stellen über Land gehst (zum Beispiel über Schnee oder große Wüstendünenfelder), führt dies zu keinen Schäden. Wenn Du in anderen Bereichen über Land gehst, kann dies ein Ökosystem erheblich schädigen (zum Beispiel kryptobiotische Böden in Wüsten oder langsam wachsende Moose an weniger trockenen Orten). Das Wissen über die Umgebungen, die wir fotografieren, ist für eine effektive Verantwortung von entscheidender Bedeutung.

Grundsatz #3: Überlege Dir die möglichen Auswirkungen Deiner Handlungen.

Scheinbar harmlose Handlungen können erhebliche Konsequenzen haben. Zum Beispiel mag es keine große Sache sein, ein Zelt neben einem See oder auf einem Feld von Wildblumen für ein Foto aufzubauen, aber solche Aktivitäten können eine Kaskade von negativen Auswirkungen haben.

Andere Besucher werden das Gleiche tun und möglicherweise Ufergebiete aushöhlen, die für die Tierwelt notwendig sind, oder die Fähigkeit der Vegetation, in stark frequentierten Gebieten zu wachsen, dauerhaft aufheben. Diese Aktionen beeinträchtigen nicht nur die Landschaft und die Tierwelt, sondern führen auch zunehmend dazu, dass Grundbesitzer den Zugang für Fotografen zu diesen Orten weiter einschränken.

Bedenke auch, wie sich Dein Verhalten auf die Erfahrung anderer Nutzer natürlicher Orte auswirkt. Selbst wenn ein Fotograf einem Ort keinen Schaden zufügt, kann er dennoch die Erfahrung anderer ruinieren (z. B. Drohnen in der Nähe anderer, Anführen von lauten Gruppen und Lightpainting). Wenn Du dir Zeit nimmst, um über mögliche Konsequenzen nachzudenken, bevor Du ein Foto schiesst oder online veröffentlichst, kannst Du diese Probleme vermeiden.

Grundsatz #4: Sei diskret, wenn Du Standorte teilst.

Das Teilen von Standortinformationen kann erhebliche Folgen für diesen Standort haben. Sobald ein Ort als fotogen eingestuft wird, wird er zum Magneten für Fotografen und die breite Öffentlichkeit. Viele natürliche Orte können einen signifikanten Anstieg der Besucherzahlen einfach nicht überstehen. Der beste Schutz ist es, natürliche Gebiete vom Radar fernzuhalten. Wenn Du dich für die Weitergabe von Informationen entscheidest, geben nur die Standorte bekannter Orte oder Bereiche weiter, die durch vermehrte Besuche wahrscheinlich nicht beschädigt werden.

Respektiere andere Fotografen, die sich entschieden haben, keine Standortinformationen weiterzugeben. Erwäge schließlich, keine Fotos von sensiblen Bereichen online zu stellen, auch wenn Du den spezifischen Ort nicht erwähnst. Wenn Du nur ein Foto veröffentlichst, besteht für Fotografen möglicherweise der Wunsch, dieses Gebiet zu besuchen, und die Leute können oft herausfinden, wo das Foto aufgenommen wurde, auch wenn Du es nicht offenlegst.

Einige Gebiete können auch saisonbedingt empfindlich sein, wie Wildblumenfelder und Herbstfarbenwälder. Erwäge vor dem Posten Deiner Bilder eine „nachdenkliche Pause“ von mindestens einer Woche, um die Auswirkungen von Echtzeit-Trends und potenziell schädlichen Fußabdrücken von Personen zu verringern, die Dir möglicherweise sofort zu diesen Orten folgen möchten.

Grundsatz # 5: Kenne und befolge Regeln und Vorschriften.

Es könnte verlockend sein, über einen Zaun zu springen und sich in einen geschlossenen Bereich zu wagen, um ein Foto zu machen. Diese Aktionen können jedoch einen Schneeballeffekt mit negativen Konsequenzen für das Land und andere in der Fotografie-Community haben. Viele Fotografen gehen davon aus, dass sie die einzigen sind, die diese Dinge tun, und die Auswirkungen sind daher minimal. Zur gleichen Zeit denken andere Fotografen, dass es in Ordnung ist, dies auch zu tun, da andere einen bestimmten Ort besucht haben. Das Ergebnis ist häufig ein ständiger Schaden an Bereichen, zu deren Schutz die Vorschriften erlassen wurden, ein Verlust unserer Integrität als “Ordnungshüter” der natürlichen Welt und eine Zunahme der Wahrscheinlichkeit weiterer Einschränkungen für die Naturfotografieszene.

© Foto von James Wheeler von Pexels
Grundsatz #6: Folge immer dem Hinterlasse-keine-Spuren-Grundsatz und bemühe Dich, Orte besser zu verlassen, als Du sie gefunden hast.

Hinterlasse keine Spuren ist ein weithin anerkannter Grundsatz für den verantwortungsvollen Umgang im Freien. Naturfotografen sollten sich wie alle, die sich im Freien erholen, an diesen Grundsatz halten. Du kannst mit “Hinterlasse keine Spuren” noch einen Schritt weiter gehen, indem Du dich bemühst, einen Ort besser zu verlassen, als Du ihn vorgefunden hast, indem Du diesen Grundsatz anwendest und einfache Dinge tust, wie z. B. Müll aufsammeln und Vandalismus melden.

Grundsatz #7: Informiere andere aktiv über diese Grundsätze.

Unabhängig von der Größe Deines Publikums hast Du die Möglichkeit, andere über diese Grundsätze zu informieren und ihre Annahme zu fördern. Wenn Du deine Fotos oder Geschichten über Deine Reisen teilst, kannst du andere beeinflussen verantwortungsvolle Nutzer unserer öffentlichen Gebiete zu sein und so diese Botschaften verstärken. Wenn Du gerne eine Interessenvertreterrolle spielst, solltest Du die Plattformen nutzen, auf denen Du dich zu diesen Themen äußern kannst, und geeignete Methoden finden, um Maßnahmen zu unterbinden, die diesen Grundsätzen widersprechen.

Schlechtes Benehmen von Fotografen wirkt sich schlecht auf den Rest von uns aus.

Richtlinien für Workshopleiter und Fotografielehrer…
© Foto von nicholas hatherly von Pexels
  • Mit gutem Beispiel vorangehen. Noch wichtiger ist es, ethisch zu handeln und diese ethischen Entscheidungen zu erklären, wenn man vor einer Gruppe steht.
  • Halte die Gruppengröße klein. Minimiere aktiv die Auswirkungen Deiner Gruppe auf die Orte, die Ihr besucht, und setze Dich aktiv für den Schutz der Erfahrungen Deiner Mitmenschen ein. Es liegt in Deiner Verantwortung, sicherzustellen, dass Deine Gruppe andere nicht stört.
  • Überlege Dir sorgfältig, welche Folgen es hat, wenn Du eine Gruppe an einen sensiblen Ort bringst.
  • Befolge die Regeln und Vorschriften, einschließlich der Genehmigungsanforderungen.
  • Zeige möglicherweise Beispiele für Dinge, die ein gutes Foto ergeben könnten, die jedoch nicht fotografiert werden sollten, wenn sie eine Schädigung oder Bedrohung der Naturmerkmale erfordern (d. H. Du solltest deinen Schülern beibringen, dass es in bestimmten Fällen in Ordnung ist, auf ein möglicherweise gutes Foto zu verzichten).
Meine Erkenntnis

In Zeiten von Social Media und der Tatsache, dass heutzutage jeder mit einem Smartphone jederzeit Fotos machen kann wenn er etwas sieht was ihm gefällt, liegt es definitiv an uns sorgsamer mit unserer Umwelt umzugehen. Es ist manchmal erschütternd zu sehen, wieviele Menschen in den Sozialen Medien Fotos von diversen “Du musst mal im Leben dort gewesen sein sonst bist du niemand” Plätzen veröffentlichen.

Ich möchte und kann mich selbst mit diesem Artikel nicht unschuldig sprechen niemals gegen diese Grundsätze verstossen zu haben. Aber das Youtube Video und die Zeit die ich mir danach genommen habe, um mich mit der Thematik auf der Webseite von “Nature First Photography” zu beschäftigen hat mich nachdenklich gestimmt und mich dazu bewegt mehr auf meine eigenen Handlungen zu achten und mein Schaffen als Landschaftsfotograf nach diesen Grundsätzen zu richten.

Nur so kann ich meinen Beitrag dazu leisten, dass wir Fotografen auch langfristig die Freude daran haben dürfen, uns an den schönsten Orten dieser Welt treffen zu können um die Natur in all ihrer Vielfalt und für die Ewigkeit auf unsere Sensoren bannen zu können!

Ich hoffe, Dir hat mein erster Blogpost gefallen und vor allem auch zum Nachdenken animiert. Es würde mich sehr freuen wenn wir einen regen Austausch in den Kommentaren haben könnten. Natürlich bin ich auch über Social Media erreichbar falls Du es bevorzugt dort in Kontakt zu treten, am besten über meinen Instagram Account @manumo_photography.

Einen schönen Tag wünsche ich Dir und bis zum nächsten mal.

Manuel

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